Die letzten Wochen bin ich an der Spezifikation für Panero gesessen, einer iOS-App für Einkaufslisten, die sich zwei Personen teilen. Der Grundgedanke dahinter: Ein eigener Account ist nicht nötig, ein Server im Hintergrund existiert schlicht nicht. Auch ein Abo ist für die Nutzung nicht vorgesehen. Synchronisiert wird ausschliesslich über iCloud. Der Name stammt vom italienischen und spanischen paniere beziehungsweise panero, dem Einkaufskorb, und war im Mai jedenfalls noch nicht im App Store vergeben.
Technische Basis
Statt eines eigenen Backends läuft die Synchronisierung komplett über CloudKit, angebunden über SwiftData 2 und NSPersistentCloudKitContainer. Gebaut ist die App auf Swift 6 im Strict-Concurrency-Modus und SwiftUI 6, exklusiv für iOS 26, ohne Rücksicht auf ältere Versionen. Für das Teilen der Liste mit einer zweiten Person sorgt CKShare, eingeladen wird per Link, ganz ohne separates Panero-Konto. Bewusst bleibt das in der ersten Version auf zwei Personen begrenzt, grössere WGs sind für Version 1 nicht vorgesehen.
Kategorisierung per Apple Intelligence
Jeder neue Eintrag wird automatisch einer Kategorie zugeordnet, verarbeitet vollständig auf dem Gerät über das Foundation Models Framework von iOS 26. Der Begriff „Banane" wird so automatisch zu Obst und Gemüse, „Tempos" landet bei Hygiene. Liegt die Zuordnung unterhalb einer Konfidenzschwelle von 0.7, landet der Artikel stattdessen unter Sonstiges, und die manuelle Korrektur fliesst als Feedback in künftige Vorschläge ein, wieder rein lokal verarbeitet. Auch eigene Kategorien mit selbst gewähltem Emoji lassen sich anlegen. Ergänzt wird das Ganze um einen optionalen Barcode-Scan, der Produktname und Kategorie automatisch vorausfüllt, wahlweise über Open Food Facts und nur mit ausdrücklicher Zustimmung.
Im Einkaufsmodus
Beim eigentlichen Einkaufen sortiert SmartSort die Liste nach der Gangreihenfolge im jeweiligen Laden und merkt sich das getrennt pro Filiale, sodass Migros und Coop unterschiedlich sortiert werden können. Abgehakte Artikel wandern ans Ende der Liste, eine Fortschrittsanzeige zeigt oben den Stand. Dazu kommt eine Companion-App für die Apple Watch mit Diktierfunktion und einer Komplikation für die Anzahl offener Artikel. Ergänzt wird das um Widgets für Homescreen, Sperrbildschirm und StandBy sowie um Siri-Kommandos wie „Hey Siri, füge Milch zur Panero-Liste hinzu". Optisch orientiert sich die App konsequent am Liquid-Glass-Design von iOS 26 und beschränkt sich auf drei Bereiche: Listen, Einkaufen und Verlauf.
Datenschutz und Preis
Beim App-Store-Privacy-Label soll am Ende stehen, dass keinerlei Daten erhoben werden. Ein Analytics-SDK ist nicht eingebaut, Werbung kommt nicht vor. Tracking findet nicht statt, entsprechend braucht es auch keine Abfrage zur App-Tracking-Transparency, und Absturzberichte laufen ausschliesslich über Apples eigenes MetricKit. Finanziert wird das Ganze über ein klassisches Freemium-Modell.